Vereinsgeschichte

Friedrich van SendenDie Gründung des Vereins ehemaliger Ulricianer vollzog sich im Sommer 1946 zur Zeit der 300-Jahr-Feier des Ulricianums. Am Anfang führten und bauten die alten Ulricianer Friedrich van Senden und Richard Aden den Verein auf. Es wurden Adressen der Ehemaligen gesammelt und die Lebenden angeschrieben, um sie über den VEU in Kenntnis zu setzen. Letztlich gab es dann sozusagen als Einladung zum folgenden Schulfest (im Jahre 1948) das erste Mitteilungsblatt des Vereins ehemaliger Ulricianer, das immerhin drei Seiten enthielt.

Schon von Anfang an bemühte sich der VEU um die Unterstützung des Ulricianums. Gerade nach dem Krieg fehlte es ja an allem, und der Bedarf im mühsamen Alltag war vielfältig. Außer dem normalen Schulbetrieb mußten noch die Kurse für die Kriegsheimkehrer durchgeführt werden, die nachträglich den Reifezeugnis-Status erreichen wollten. Nachmittagsunterricht war notgedrungen die Regel, und materiell gab es fast nur Löcher.

Die Ehemaligen schafften es, mit ihren Erinnerungen und Erfahrungen, ebenso mit ihren Spenden und materiellen Zuwendungen den Wiederaufbau und die Reorganisation des großen Gymnasiums zu unterstützen. Im VEU wurde also die Gemeinschaft hilfsbereiter Ehemaliger gesucht, die das Ulricianum wieder stark machen sollte, aber auch den Mitgliedern untereinander eine geistige Heimat für den gegenseitigen Austausch anbieten wollte. 

Für besondere Aufgaben stellte der Verein der Schule auch in konsolidierteren Zeiten seither immer wieder Gelder zur Verfügung, die aus den Beiträgen und Spenden der Mitglieder stammten. Natürlich war das zunächst auch für die Spender schwierig, dennoch konnten die Mitglieder Wirkung erzielen, indem sie an wichtigen Punkten weiterhalfen. Der Jahresbeitrag betrug zunächst 2,- RM und stieg 1948 auf 3,- DM. 1960 wurde er auf 5,- DM, 1993 auf 10,- DM und neuerdings auf 6,- Euro (12,- DM) erhöht. Es ist jedoch die Regel, daß die Mitglieder aus Verbundenheit mit der alten Schule zusätzliche Beträge als Spenden überweisen.

Seit dem Jahr 2000 hat der VEU einen Prozeß der Erneuerung begonnen. Dabei sollen bewährte vorhandene Ressourcen und Ideen mit modernen, dem Zeitgeist entsprechenden Grundhaltungen, Vorstellungen und Entwicklungspotentialen gekoppelt werden. Der VEU soll sich zu einem modernen Sprachrohr Ehemaliger und zu einem integrierten effektiven Instrumentarium zum Wohle der aktiven Schülerinnen und Schüler sowie der Schule insgesamt entwickeln. Die Mitgliederzahl steigt stetig: Seit einigen Jahren tritt ein Großteil der Abiturientinnen und Abiturienten dem VEU bei.